
Urlaub in Dubai im Ramadan – unsere Erfahrungen
Möchtest du im Ramadan nach Dubai reisen und frägst dich, ob das eine gute Idee ist und ob du mit Einschränkungen rechnen musst?
Unser letzter Urlaub ist komplett in den Ramadan gefallen und wir hatten eine fantastische Zeit in Dubai. Welche Erfahrungen wir in Dubai im Ramadan gemacht haben und was der Ramadan für Urlauber bedeutet erfährst du hier.
Bedeutung des Ramadan in Dubai
Der Fastenmonat Ramadan ist eine besondere Zeit für Muslime. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist Enthaltsamkeit vorgegeben, es darf also unter anderem nicht gegessen oder getrunken werden. Gleichzeitig wird die Zeit zum Beispiel für Besinnung und Reflektieren genutzt.
Nach Sonnenuntergang werden abendliche gemeinsame Essen zum Fastenbrechen (Iftar) mit Freunden und Familien gelebt.
Wann ist der Ramadan in Dubai?
Der Ramadan findet im neunten Monat des islamischen Mondkalenders statt. Da dieser sich nicht mit unserem Kalenderjahr deckt findet er also jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt statt.
Beendet wird der Fastenmonat mit einem große Fest des Fastenbrechens (‚Id al Fitr), dass wir in Deutschland häufig schon als Zuckerfest von gläubigen türkischstämmigen Einwohnern kennen.
Gibt es Einschränkungen für Ausflüge im Ramadan?
Tatsächlich ist Dubai mittlerweile so sehr multikulturell und auf Touristen eingestellt, dass wir kaum eine Veränderung oder Einschränkung erlebt haben. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren sehr viel geändert.
Vor allem in den touristischen Orten geht der Betrieb unbeschränkt und leider auch nicht mit weniger Menschen weiter. Zumindest haben wir in unserer Zeit keinen Unterschied gespürt.
Teilweise gibt es in den Moscheen im Ramadan andere Öffnungszeiten. In Freizeitparks oder den bekannten Malls haben wir aber keine Veränderung festgestellt.
Wir fanden auch die zusätzliche Dekoration in der Stadt wunderschön und eine Bereicherung für jeden Ausflug.

Eine einzige Einschränkung haben wir erlebt, als wir mit unseren Kindern mittags zur Fontänen Show vor dem Burj Khalifa gehen wollten. Diese findet im Ramadan tatsächlich tagsüber nicht zur gewohnten Zeit um 13 Uhr statt, sondern nur am Abend. Aktuelle Infos und die Uhrzeiten zur Fontänenshow findest du hier.
Kleidung im Ramadan
Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass man während des Ramadans stärker darauf achten sollte, nicht zu viel Schulter zu zeigen oder zu kurze Kleider anzuziehen.
Vorsichtshalber hatte ich einige längere Kleider und Hosen im Gepäck. Ich fühle mich in vielen Restaurants oder Malls in Dubai so ohnehin immer wohl, da die Klimaanlagen im Inneren häufig sehr kühl eingestellt sind.
Die meisten Touristen und viele der zugezogenen Einwohner und Expats sind aber wie immer, also auch in kürzeren Kleidern und Shorts, unterwegs gewesen. In den Hotelanlagen ist dies ohnehin kein Problem und ich konnte nur im Hauptrestaurant (hier gab es das tägliche Büffet zum Fastenbrechen) feststellen, dass einige Gäste bedeckter gekleidet waren.
Essen und Trinken im Ramadan
Seit einigen Jahren dürfen alle Restaurants (auch außerhalb der Hotelanlagen) im Ramadan tagsüber geöffnet haben und wir haben nirgendwo Sichtschutz Wände oder ähnliches wahrgenommen.
Die Strände und Beachclubs waren geöffnet wie immer und in allen Bars und Restaurants wurden weiterhin auch tagsüber jede Art von Getränken angeboten.
Alkohol ist in Dubai ohnehin nur in Hotelanlagen und Beachclubs erlaubt und wird hier mittlerweile auch im Ramadan tagsüber angeboten.
Auch in der Dubai Mall waren alle Cafés und Restaurants geöffnet. Hier haben wir während des Ramadan allerdings tagsüber deutlich weniger Einheimische gesehen als in den letzten Jahren.
Die meisten Restaurants und Hotels bieten zum Sonnenuntergang riesige Buffets zum Fastenbrechen (Iftar) an, an dem man unbedingt einmal teilnehmen sollte. Wir sind seitdem absoluter Fan der arabischen Küche geworden!
Die Tische waren wunderschön im arabischen Stil geschmückt und im Garten wurden kleine Zelte aufgebaut, die man ebenfalls für ein privateres Abendessen buchen konnte.
In Gegenden mit vielen Einheimischen sollte man aus Rücksicht tagsüber darauf verzichten öffentlich seine Brotzeit und Getränke auszupacken (auch wenn dies für Personen, die nicht Fasten nicht festgeschrieben ist).
Allerdings muss ich sagen, dass es mittlerweile schon fast schwierig ist, diese Situationen in Dubai anzutreffen. Wir haben in der Zeit deutlich mehr Touristen und Expats getroffen als Einheimische.
Fazit
Ramadan in Dubai ist eine wunderbare Zeit um etwas arabische Kultur in der modernen Metropole zu erleben.
Die ganze Stadt putzt sich heraus und besonders Abends sieht man viele geschmückte Palmen und Dekorationen die erleuchtet werden.
Wir haben in der Zeit keinerlei Einschränkungen erlebt. Alle Restaurants und Strandclubs waren wie gewohnt geöffnet und auch nicht abgeschirmt.
Wenige Öffnungszeiten hatten sich etwas geändert, so dass man hier ggf. nochmal vorab die Homepage überprüfen sollte.
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Solltest du mit Kind nach Dubai reisen findest du hier meine Tipps für Dubai mit kleinen Kindern.


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